Wenn es nicht so schlimm geendet hätte, wäre es lustig: "Küssen (am Steuer) verboten"

Auch in der Tagespresse konnte man hiervon lesen: Das LG Saarbrücken hatte sich mit der Frage des Küssens am Steuer als Unfallursache zu befassen. Klingt zunächst lustig - tatsächlich kam es zu einem Frontalzusammenstoß mit Tötung der entgegenkommenden Fahrzeugführerin:

TATBESTAND

Der Kläger begehrt von der Beklagten Schadensersatz wegen des Todes seiner Mutter bei einem Verkehrsunfall am … auf der Landstraße L … zwischen den Ortschaften … und … im Saarland.

Am … kam es auf der L … zu einer Frontalkollision zwischen dem bei der Beklagten haftpflichtversicherten Pkw VW Golf TDI, amtliches Kennzeichen …, der aus Richtung … kommend in Fahrtrichtung … fuhr und dem von der Mutter des Klägers gesteuerten Pkw Peugeot 206 mit dem amtlichen Kennzeichen …, der in Gegenrichtung unterwegs war. Der Fahrer des bei der Beklagten haftpflichtversicherten VW Golf hatte die Fahrbahnmitte um mindestens 1,6 Meter überfahren. Die Kollision der beiden Fahrzeuge ereignete sich auf der Fahrbahnseite des Peugeot 206. Der Peugeot 206 kam kollisionsbedingt nach rechts von der Straße ab und blieb etwa 5 Meter neben der Straße auf dem Dach liegen. Die Fahrerin des Peugeot 206, die Mutter des Klägers, wurde durch den Unfall schwer verletzt und verstarb infolge ihrer Verletzungen.

Nach dem Ableben der Kindesmutter ist die alleinige elterliche Sorge für den am 25.05.2010 geborenen Kläger durch Beschluss des Amtsgerichts - Familiengericht - Saarbrücken vom 28.07.2010 (Bl. 112 d. A.) auf den Kindesvater … übertragen worden.

In der vorgerichtlichen Korrespondenz teilte die Beklagte dem Prozessbevollmächtigten des Klägers durch Schreiben vom 20.08.2010 (Bl. 178 d. A.) mit, sie zahle an den Kläger als Schmerzensgeld und auf die übrigen Schadenspositionen vorerst einen Betrag von 10.000,-- Euro ...

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