Rezension Zivilrecht: Mobiliarsicherheiten

Mitlehner, Mobiliarsicherheiten im Insolvenzverfahren, 3. Auflage, RWS 2012 Von RA und FA für Steuerrecht Nils Reuter, Dahn Dieses kompakte Handbuch soll einen Überblick über die dinglichen Fremdrechte an beweglichen Massengegenständen verschaffen, mit welchen der Insolvenzverwalter bei der Verwertung konfrontiert wird. Es trägt wegen seiner betont wissenschaftlichen Ausrichtung, seiner Fülle von Fußnoten, dem fast 20seitigen Literaturverzeichnis und dem völligen Verzicht auf eingearbeitete Fallbeispiele allerdings eher den Charakter einer Monografie und wird seinen Platz deswegen vor allem in juristischen Seminaren und Institutsbibliotheken als im Regal des Praktikers finden. Auch ohne die Fokussierung auf das Insolvenzrecht ist das Werk allerdings ein Gewinn für die Bearbeitung einer sachenrechtlichen Hausarbeit, da es dem Verfasser einer solchen dank der vielen Querverweise das Lesen längerer Passagen etwa in Rolf Sericks umfangreichem „Eigentumsvorbehalt und Sicherungsübertragung“ oder des Klassikers „Recht der Kreditsicherheiten“ von Peter Bülow ersparen kann. Die Zitierung ist dank der durchgehenden Randziffern komfortabel. Worum geht es? Der Verfasser, Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter in Berlin, nähert sich der Problematik der Abgrenzung von Absonderungs- zur Aussonderungsberechtigung im Insolvenzverfahren über eine systematische Darstellung der einzelnen Sicherungsrechte, zunächst beim Eigentumsvorbehalt und seinen in allen Branchen gebräuchlichen Varianten. Gerade hier wird das erste Problem aufgezeigt: die Vereinbarung eines einfachen Eigentumsvorbehalts beinhaltet keine Sicherungsabrede, denn das Vorbehaltseigentum sichert nicht die Kaufpreisforderung, sondern den Anspruch des Käufers, die Erfüllung zu verweigern und nach Rücktritt vom Kaufvertrag die gekaufte Sache herauszuverlangen ...Zum vollständigen Artikel

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