BSG zur depressiven Erkrankung als Unfallfolge

In einem Revisionsverfahren gegen die Unfallkasse Hessen hat das Bundessozialgericht über den Anspruch eines Klägers (Gepäckabfertiger auf dem Flughafen Frankfurt/Main) auf gerichtliche Feststellung einer depressiven Erkrankung als Unfallfolge des am 13.1.1997 erlittenen anerkannten Arbeitsunfalls und die Verurteilung der Beklagten, ihm ab dem 1.3.1998 Verletztenrente aufgrund einer MdE um 30 vH zu zahlen, zu entscheiden. Er hatte am 13.1.1997 seine Beschäftigung als Gepäckabfertiger auf dem Flughafen Frankfurt/Main verrichtet. Dabei wurde er zwischen einem Containertransporter sowie einem Gepäckcontainer-Anhänger eingeklemmt. Dadurch wurde er am dritten Finger links und am Kniegelenk links gequetscht. Diese Verletzungen lagen über den 18.7.1997 hinaus nicht mehr vor.

Er wurde zunächst ambulant, wegen Beschwerden im linken Kniegelenk sodann ab April 1997 in einer Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik stationär behandelt. Danach wurde eine Arbeitserprobung durchgeführt, die wegen gesundheitlicher Beschwerden abgebrochen wurde. Anschließend fanden eine Vielzahl von Behandlungen statt, die bis November 1999 überwiegend durch Durchgangsärzte erfolgten und als berufsgenossenschaftliche Heilbehandlungen im Auftrag und zulasten der Beklagten durchgeführt wurden.

Diese Maßnahmen zur Diagnose und zur Heilbehandlung waren rückwirkend betrachtet objektiv nur zum Teil durch die Unfallfolgen bedingt. Zum anderen Teil beruhten sie auf unfallunabhängigen Vorschäden am linken Kniegelenk.

Ab März 1998 befand sich der Kläger unter der Diagnose einer chronifizierten Depression in Behandlung bei einer Diplom-Psychologin. Ab April 1998 wurde er zudem von einem Psychiater behandelt. Vom 8.9. bis 3.10.1998 fand eine stationäre Behandlung in einer Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie statt, wo eine Angstneurose mit Panikattacken sowie eine Störung der Impulskontrolle diagnostiziert wurden ...

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