“Wenn Du geredet hättest, Herr Anwalt…..”

……..hätte die beklagte KÄV dann die Notwendigkeit seiner Hinzuziehung ebenfalls in Abrede gestellt? Oder die Ursächlichkeit des Erfolgs des Widerspruchs dann vielleicht trotzdem noch bestritten und DESwegen dann vielleicht seine Notwendigkeit verneint? Man weiss es nicht. Das BSG hat jedenfalls am 9.5.2012 die Frage, auf wessen Sichtweise es ankomme bei der Frage, ob die Hinzuziehung des Anwalts im Vorverfahren notwendig ist, den Blickwinkel der beklagten KÄV ein wenig nachJUStiert:

In einem Verfahren gegen die KÄV Baden-Württemberg hat das Bundessozialgericht am 9.5.2012 über die streitige Notwendigkeit der Hinzuziehung eines Bevollmächtigten in einem Vorverfahren durch einen Radiologe und Nuklearmediziner entschieden.

Die beklagte KÄV stellte die Abrechnung des als Radiologe und Nuklearmediziner an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Klägers für die Quartale I/2003 bis IV/2004 sachlich-rechnerisch richtig und forderte von diesem 154 714,43 Euro zurück. Hiergegen erhob der Kläger durch seinen Bevollmächtigten Widerspruch. Die Beklagte half dem Widerspruch vollständig ab, erklärte jedoch die Zuziehung eines Rechtsanwalts für nicht notwendig, da dieser keine Stellungnahme abgegeben habe. Widerspruch und Klage bieben erfolglos, das LSG verurteilte die Beklagte, die Zuziehung eines Bevollmächtigten für notwendig zu erklären, denn die Notwendigkeit der Zuziehung sei insbesondere durch die außerordentliche Höhe des Kürzungsbetrages indiziert; das Fehlen einer Widerspruchsbegründung lasse die Notwendigkeit der Zuziehung nicht entfallen.

Hiergegen richtete sich die Revision der Beklagten beim BSG, mit der die beklagte KÄVerfolglos blieb ...

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