Kein genereller Anspruch auf Premium-Medizin

Gesetzlich versicherte Patienten können bei lebensbedrohlichen Erkrankungen nicht immer die beste und teuerste Behandlung beanspruchen. Denn gibt es zumutbare, aber weniger gute kostengünstigere Alternativen, kann die gesetzliche Krankenkasse darauf verweisen, entschied das Hessische Landessozialgericht (LSG) in einem am Montag, 07.05.2012, veröffentlichten Urteil (AZ: L 1 KR 208/10). Einen Anspruch auf „Spitzenmedizin um jeden Preis“ gebe es nicht, so die Darmstädter Richter.

Geklagt hatte ein an Prostatakrebs erkrankter 74-jähriger Mann. Dieser hatte 2005 eine spezielle MRT-Diagnostik – die sogenannte USPIO-MRT – bei sich durchführen lassen. Mit dem bildgebenden Verfahren können mit Hilfe winziger Eisenpartikel selbst sehr kleine Lymphknoten-Metastasen noch entdeckt werden. Das Verfahren wurde jedoch nur von einem Arzt in den Niederlanden angeboten.

Die Kosten in Höhe von 1 ...

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