The road to hell XXVI: Von willfährigen Gerichten und der Gelassenheit als Grundwerkzeug des erfahrenen Juristen/ Eine Replik zu Gulden & Dr. Wachs

In der Blogosphäre ist ein Disput unter Kollegen über die Qualität der deutschen Gerichtsbarkeit im grünen Bereich, genauer an den Standorten Hamburg, München, Köln und Berlin entstanden, ganz nach dem Sprichtwort: “Verlässt Du Dich auf das Gericht, dann bist Du verlassen.” Der eine - Kollege Karsten Gulden - wettert gegen diverse gerichtliche Aussetzer, die von fehlerhafter Rechtsanwendung bis zur Rechtsbeugung reichen sollen, wobei die Darstellung leider etwas abstrakt bleibt. Der andere - Kollege Dr. Alexander Wachs - fordert den Kollegen noch auf dessen Blogseite in einem Kommentar sinngemäß auf, sein Mütchen zu kühlen, es sei alles halb so schlimm, wobei noch grässliche Worte wie “Unsinn” und “Selbstblendung” durch Mark und Bein fahren (hier). Selbst der Unbeteiligte merkt schnell, dass man hier sportlich unterwegs ist und der juristische Diskurs auf allerhöchstem Niveau gepflegt wird. Wir aber fragten uns, ob die Diskussion nicht vom falschen Ende her geführt wird. Der erfahrene Anwalt sollte darauf achten, dass Beschlüsse und Urteile jenseits von Eden nicht sein Ying & Yang aus der Balance bringen und hierfür ist manchmal wichtig, Dinge als das zu erkennen, was sie wirklich sind:

1.Missbrauch des fliegenden Gerichtsstandes

Ein vortreffliches Argument des Kollegen Gulden, dem in unseren Büroräumen allerdings eher eine statistische Rolle zuteil wird, weil auch unsere Mandantschaft hin und wieder gerne dafür sorgt, dass nicht nur sie selbst zu Recht & Gesetz zurückfindet, sondern auch die Pestilenz von ursprünglich abmahnendem Gegner. Und hüben wie drüben möchte man doch nur ungern ein Landgericht wählen, bei welcher die eigenen Erfolgschancen mit einem Verfügungsantrag aus den Runen herausgelesen werden müssen. (Wir tun uns mit der Gehölzinterpretation ohnehin eher schwer.) Vielmehr möchte man(n und Maus) tunlichst vorher sicherstellen, dass auch das geliefert wird, was bestellt wurde ...

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