Nach der Tx alles easy?

Rechtliche Aspekte der Nachsorge in der Transplantationsmedizin

Organtransplantation als Lösung für alle Probleme, die mit nicht oder nicht voll funktionsfähigen Organen einhergehen? Wieder arbeiten, Urlaub machen, sporteln, ja sogar leistungssporteln, keine Dialyse mehr, alles wieder “ganz normal”? Auch für den Ehepartner oder Lebenspartner, für die übrige Familie, die durch diese Dinge, die eben nicht so möglich sind, mit eingeschränkt ist. So ist seit vielen Jahren die Botschaft. Und weil es auch für Familien um den Patienten herum mit vielen Einschränkungen verbunden ist, wird auch bei den Organen, bei denen das möglich ist (Niere, Leber) Lebendorganspende durchgeführt. Als die Ideallösung “angeboten”, um nicht zu sagen “angepriesen”.

Tatsächlich ist aber keineswegs nach einer einzigen und ersten möglichen Transplantation alles easy, alles wieder ganz normal. Weder nach einer durch Lebendspende, noch nach einer solchen mit einem postmortal, bzw: von einem hirntotem Spender gespendeten Organ.

Lebenslange Einnahme von Immunsuppressiva ist in beiden Fällen erforderlich. Auch diese haben abgesehen von dieser Tatsache als solcher Neben- und Langzeitfolgen. Wie ein erhöhtes Risiko von Krebserkrankungen, weil sie – zwangsläufig – eben die Immunabwehr senken müssen. Als critical dose pharmaca erfordern sie zudem von Patienten hohe Compliance – und selbst dann bleibt ein Risiko der Abstossung des Organs und die Nebenwirkungen für die übrigen Organe. Engmaschige und langfristige optimierte Nachsorge und Betreung des Organempfängers bei Lebend- wie anderen Transplantationen hat hohe Bedeutung. Einen Beitrag dazu finden Sie hier, auf die darin enthaltenen Aspekte habe ich bereits nach Inkraftreten des TPG verschiedentlich in Vorträgen und Veröffentlichungen hingewiesen. Auch auf die Probleme für Lebendspender vor, bei und nach einer Lebendspende. (Dazu siehe auch den Beitrag hier zum norwegischen follow up) ...

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