Erfreuliche Kehrtwende bei der Kostenprüfung Strom: Prozesskostenanalyse kommt vorerst nicht!

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Die Bundesnetzagentur (BNetzA) führt derzeit ein Konsultationsverfahren, um die Netzkostendaten im Strombereich zu erheben. Am 27.4.2012 hat sie dazu einen aktualisierten Festlegungsentwurf veröffentlicht. Darin ist, anders als in ihrem ersten Entwurf, keine Rede mehr von der äußerst umstrittenen Prozesskostenanalyse.

Die BNetzA hatte im vergangenen Jahr bei der KEMA Consulting GmbH ein „Gutachten zur Darstellung, Definition und Analyse wesentlicher Geschäftsprozesse, die den operativen Bereich eines Stromnetzbetreibers charakterisieren“ in Auftrag gegeben. Auf Basis dieses bisher nicht veröffentlichten Gutachtens hatte die BNetzA für Netzbetreiber im regulären Verfahren der Anreizregulierung eine äußert umfangreiche Datenabfrage vorgesehen, nach welcher Kosten des Aufwandsbereichs bestimmten, von der BNetzA vorgegebenen Geschäftsprozessen hätten zugeordnet werden müssen. Nach Ansicht der zuständigen Beschlusskammer (BK) 8 der BNetzA sollte durch die beabsichtigte Prozesskostenanalyse mehr Transparenz über die operativen Kosten der Netzbetreiber erzielt werden. Insbesondere von der Möglichkeit, Kosten der Fremdvergabe und der eigenen Leistungserbringung prozessbasiert zu vergleichen, versprach sich die BK 8 relevante Erkenntnisse für die Kostenprüfung.

Die ursprünglich von der BK 8 vorangetriebene Prozesskostenanalyse hat in der Branche einen Sturm der Kritik ausgelöst, die nicht zuletzt in dem kurzfristig anberaumten Konsultationstermin am 20.4 ...

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