“Also doch lebenslänglich……. “

“Wenn ich “lebenslänglich” hätte behalten wollen, hätte ich mich eigentlich nicht scheiden lassen müssen.”

So, oder so ähnlich könnte mancher murren, der nur den Ring, aber nicht den finanziellen Nasenring los wurde, an dem er (tüchtig oder noch jahrelang “blutend”) im Familiengericht vorgeführt wurde. Eigentlich gilt ja nach einer Ehescheidung der Grundsatz der Eigenverantwortlichkeit: Jeder der ehemaligen Ehegatten ist für seinen Unterhalt selbst verantwortlich. Ausnwahmsweise kann es nach einer Scheidung für befristet Dauer noch Unterhaltsansprüche geben. Fälle, in denen keine Befristung mit dem noch zu gewährenden Unterhaltsanspruch verbunden werden, sind mit der Lupe zu suchen. Das OLG Brandenburg hat sich unter der Linse der Lupe hochgereckt und eine solche Ausnahme gemacht:

Die heute 50jährige Ehefrau brach im Alter von 17 Jahren ihre Ausbildung zur Gärtnerin ab, weil das erste gemeinsame Kind geboren wurde. Nach der Eheschließung holte sie bis heute keine Berufsausbildung mit einem Berufsabschluss nach. Sie betreute vielmehr die beiden Kinder, übte verschiedene Nebentätigkeiten aus und absolvierte einige Weiterbildungsveranstaltungen. Derzeit kann sie monatlich 1.000 € verdienen. Der Ehemann ist vollschichtig als Kraftfahrer tätig und verdient rund 1.500 € monatlich ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK