Affiliate Marketing – Die bösen Publisher?

Regelmäßig berichtet u.a. der Spiegel (http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,825196,00.html) über die vermeintlichen Schmuddelecken des Web. Affiliate Marketing ist kurz gesagt ein Erfolgsmodell, das es dem Werbetreibenden (“Advertiser”) ermöglicht, den Erfolg seiner (Online-) Werbung unmittelbar in Views, Clicks oder Sales zu messen. Erst wenn die Werbung erfolgreich war, etwa der Klick auf ein Werbebanner auf einer anderen Internetseite eines “Publishers” zu dem Kauf eines Produktes des Advertisers geführt hat, zahlt dieser für die vom Publisher erbrachte Werbeleistung, etwa für das Hosten des Banners oder des Einfügen von Text-Links.

Häufig bedienen sich die zahlreichen Advertiser und Publishers eines Dritten, einem Affiliate-Netzwerk, um den Traffic zu messen (“Tracking”) und um die erbrachten Leistungen abzurechnen.

Wie so häufig kommt es bei der Frage was erlaubt ist, auf die konkrete Vertragsgestaltung zwischen Advertiser und Netzwerk auf der einen und Netzwerk und Publisher auf der anderen Seite an.

Im Wesentlichen gilt der Konsens: nur solches Transaktionen (Sales) sind vergütungsfähig, wenn der Publisher ein vom Advertiser freigegebenes Werbemittel in einer für den Internetnutzer wahrnehmbarer Weise auf einer vom Advertiser gebilligten Internetpräsenz veröffentlicht hat.

Es ist davon auszugehen, dass die Netzwerke aufgrund möglicher Regreßnahme durch den Advertiser ein hohes Eigeninteresse haben, die vermittelten Transaktionen auf Plausibilität zu prüfen, bevor der Publisher die Provision für einen Abschluss erhält. Geht das Netzwerk gegenüber dem Publisher in Vorleistung und “flaggt” der Advertiser die Transaktion im Nachgang als nicht vergütungsfähig, zahlt das Netzwerk aus eigener Tasche. Das konspirative Zusammenwirken von Netzwerk und Publishern dürfte vielmehr der Fantasie einiger Autoren entsprungen sein.

Im Tenor wird der Advertiser als der Abgezockte dargestellt ...

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