Ein paar Gedanken zu "Hobby-Doktoranden"

Waren es 2011 noch die ominösen (und in aller Regel nicht näher definierten) "externen Doktoranden", die man allerorten als Problemfälle in Sachen Plagiatsanfälligkeit identifiziert zu haben glaubte, gibt es nun eine neue Gattung, der man an den Kragen möchte. Der Tagesspiegel zitiert Oliver Günther, den neuen Präsidenten der Universität Potsdam mit den Worten:
�Hobby-Doktoranden ohne wirkliches wissenschaftliches Interesse sollten einfach gar nicht mehr promovieren.�
Abgesehen davon, dass die Fakultäten promovieren (und es somit in der Hand haben, wen sie auf Grund welcher Leistung promovieren), sich also niemand selbst promoviert: Auch für den um Verständnis redlich bemühten Leser ist nicht ersichtlich, weshalb das fehlende wissenschaftliche Interesse nur bei "Hobby-Doktoranden", aber wohl nicht bei Lehrstuhlangehörigen problematisch sein soll (denen spricht er offenbar wissenschaftliches Interesse qua Amt zu). Damit stellt sich unweigerlich die Frage, was eigentlich konstituierendes Merkmal des "Hobby-Doktoranden" sein soll. Ist ein "Hobby-Doktorand" ... a) jemand, der ein Voll-Stipendium hat und sich damit theoretisch "voll" auf die Vorbereitung der Promotion konzentrieren kann? Wohl nicht. (Wohl eher ein Edel-Doktorand.) Selbiges gilt wohl für Mitglieder eines mehr oder weniger verschulten Graduiertenkollegs ...Zum vollständigen Artikel


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