Vermietete Ferienwohnung mit geringfügiger Selbstnutzung

Das Niedersächsische Finanzgericht probt den Aufstand gegen die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs: Nach Ansicht des Niedersächsischen Finanzgerichts in Hannover steht der steuerlichen Anerkennung von mehrjährigen Verlusten aus der privaten Vermietung einer Ferienwohnung eine geringfügige Selbstnutzung nicht entgegen. Eine solche geringfügige Selbstnutzung der Ferienwohnung hindert nach Ansicht der Hannoveraner Finanzrichter – über die Totalperiode – nicht die Bejahung einer Überschusserzielungsabsicht.

Die Kläger des jetzt vom Niedersächsischen Finanzgerichts entschiedenenen Rechtsstreits sind Eigentümer einer 1997 erworbenen Ferienwohnung, die sie über eine Vermittlungsgesellschaft in den Streitjahren 1997 bis 2006 – abgesehen von einer jährlichen dreiwöchigen, im Vermittlungsvertrag vorbehaltenen Selbstnutzung – fremdvermieteten. Das beklagte Finanzamt hatte zunächst in den Jahren 1997 bis 2005 die erklärten Verluste aus der Vermietung der Ferienwohnung vorläufig nach § 165 AO anerkannt. Nachdem in diesem Zeitraum nur Verluste in erheblicher Höhe erklärt wurden, überprüfte das Finanzamt die Überschusserzielungsabsicht anhand einer Prognoseberechnung über einen Zeitraum von 30 Jahren ...

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