Konfliktverteidigung – Was ist das eigentlich?

In Unterhaltungen mit Kollegen aber auch mit Richtern und Staatsanwälten taucht gelegentlich der Begriff der „Konfliktverteidigung“ auf. Selten klingt der Begriff positiv an.

Dabei sollte man sich vor Augen halten, daß der „Konflikt“ die typische Situation in einem Strafverfahren ist. Das Interesse der Staatsanwaltschaft (und nicht selten des Gerichts) steht häufig in einem diametralen Gegensatz zu dem Interesse des Angeklagten.

Ist es zur Zulassung der Anklage gekommen, so befindet sich das Gericht in einer Verurteilungsperspektive. Es hält die Verurteilung zumindest für wahrscheinlich. Zumindest eine Freispruchverteidigung kommt also an einem Konflikt gar nicht vorbei. Auch die Verteidigung, die an einem niedrigeren Strafrahmen ansetzt oder nur einen Teil der Taten für nicht gegeben oder nicht nachgewiesen hält, sieht sich unweigerlich einem solchen Konflikt ausgesetzt.

Der Verteidiger ist gehalten, seine Tätigkeit im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten am Interesse des Mandanten auszurichten. Nimmt er seine Aufgabe ernst, muß er also die ihm zur Verfügung stehenden prozessualen Möglichkeiten nutzen, das Strafverfahren zugunsten seines Mandanten zu beeinflussen ...

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