Absaugen von schmerzhaftem Fettgewebe nun doch Kassenleistung?

Patienten mit schmerzhaften Ansammlungen von Fett unter der Haut können nun doch noch auf Unterstützung der gesetzlichen Krankenversicherung hoffen. Mit einem am Montag, 30.04.2012, veröffentlichten Urteil verpflichtete das Sozialgericht (SG) Chemnitz eine Krankenkasse, das Absaugen des Fettes zu bezahlen (AZ: S 10 KR 189/10). Es widersprach damit einem aktuellen Urteil des Sozialgerichts Mainz.

Sogenannte Lipödeme entstehen durch eine ungleiche Verteilung des Fettgewebes unter der Haut, meist an den Beinen oder Armen. Die Fettansammlungen führen zu Schmerzen, Berührungsempfindlichkeit und einer Neigung zu Blutergüssen. Die gesetzlichen Krankenkassen setzen hiergegen bislang auf eine Entstauungstherapie (Lymphdrainagen) und gegebenenfalls auf eine Umstellung der Ernährung. Das operative Absaugen des Fetts (sogenannte Liposuktion) wird von den gesetzlichen Kassen dagegen bislang nicht bezahlt.

Grund ist, dass der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten und Krankenkassen, der über die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung entscheidet, die Methode noch nicht empfohlen hat ...

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