Germanenangst in Heidiland

Diese Schlagzeile hat Theo Kroll der gestrigen Ausgabe des ZDF-Auslandsjournals im Ernst gegeben. Das Auslandsjournal ist eigentlich seriös.

Gyrosangst?

Stellen wir uns mal vor, man hätte – bezogen auf andere bilaterale Beziehungen – z.B. „Gyrosangst in Teutonenland“ oder „Gypsifear im Frankenreich“ verwendet. Wäre das vielleicht als ein ganz klitzekleines bisschen rassistisch und/oder wenigstens unpassend rübergekommen? Mit der Schweiz empfindet man da kein Mitleid, denn die Deutschen scheinen die Deutschschweizer wirklich als Anhängsel wahrzunehmen, weniger eigenständig als Österreicher oder Donauschwaben (*).

Heidi und die SVP

Die Schweiz hat sich schon lange an das EU-Recht angeglichen und mit der EU ein Freizügigkeitsabkommen unterschrieben. Das sichert im Prinzip allen EU-Staatsangehörigen dieselben Freizügigkeitsrechte zu, wie sie innerhalb der EU bestehen. Geführt hat das zu ungarischen Erntehelfern und deutschen Ärzten. Jetzt ist, meint die Schweizerische Volkspartei, der Kahn voll und man solle die Zuwanderung begrenzen. Dabei – meinte ein Experte verschmitzt – macht die Schweiz mit der Zuwanderung ein Supergeschäft. In ein Land, das kaum über eine sinnvolle Universitätslandschaft verfügt, kommen die Ärzte und Ingenieure freiwillig, nachdem sie im Ausland auf Steuerzahlerkosten 1a ausgebildet wurden. Geht es besser? Nein – außer, man ist National (eingestellt…). Da gleichen sie sich alle, ob aus D, CH, A, F oder I.

Rettung in der Not

Die ewige deutsche Debatte um „Zuwanderungsbegrenzung“ wollen wir hier mal sein lassen. Unbemerkt von nationalen Selbstüberschätzungen hat die vielbeschimpfte EU sogar in der Schweiz (die gar nicht Mitglied ist) in den letzten vier, fünf Jahren etwas bewirkt, dass noch vor 20 Jahren absolut undenkbar war: Ein echter, europäischer und auch europaweit genutzter Arbeitsmarkt ...

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