Ein Schrei, der 90 Millionen kostet

Gestohlenes Bild "Der Schrei" mit Bewachung, Foto: Tu

Etliche Kriminalfälle reihen sich um Edvard Munchs “Der Schrei”, neben Leonardo da Vincis´s “Mona Lisa” und van Goghs “Sonnenblumen” das vielleicht bekannteste Bild der Welt. Eigentlich sind es vier Bilder des norwegischen Malers, die diesen Titel tragen. Drei davon hängen unverkäuflich in norwegischen Galerien und eines befindet sich in Privatbesitz. Und dieses eine wurde gestern bei Sotheby´s in New York zum Rekordpreis von 119.922.500 Dollar inklusive Galerieaufgeld versteigert, das sind mehr als 90 Millionen Euro. “Der Schrei” löst damit Picassos “Akt mit grünen Blättern und Büste” als teuerstes je bei Sotheby´s versteigertes Gemälde ab. 106,5 Millionen Dollar hatte das Werk des legendären Katalanen vor gut zwei Jahren inklusive Aufgeld erbracht.

Wie sueddeutsche.de berichtet, hat ein bislang unbekannter telefonischer Bieter den Zuschlag erhalten. Verkäufer ist der norwegische Kaufmann Petter Olsen, dessen Vater ein Nachbar von Munch war und das Bild vor 70 Jahren von diesem erwarb.

Am 12. Februar 1994 hatten Diebe eine rot-orange Version des Bildes aus der norwegischen Nationalgalerie entwendet. Drei Monate später wurde das Bild von der Polizei gefunden. Die Täter wurden später zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Am 22. August 2004 stahlen maskierte Täter bei einem spektakulären bewaffneten Raubüberfall eine hell-orange Version des Bildes aus dem Osloer Munch-Museum. Sie nahmen noch ein zweites Munch-Gemälde mit dem Titel “Madonna” mit. Zum weiteren Verlauf heißt es bei Wikipedia:

“2006 wurden sechs der vermutlich sieben Täter über die Ermittlungen wegen des zeitgleichen und vermutlich mit dem Munch-Raub zusammenhängenden Überfalles auf einen Geldtransporter gefasst. Am 14. Februar 2006 begann der Prozess in Oslo ...

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