Tiere und das Urheberrecht

Letzte Woche habe ich durch die freundliche Vermittlung vom Kollegen Hoesmann an einer Podiumsdiskussion im Haus der Kulturen der Welt in Berlin teilgenommen.

Das Thema war so… speziell, dass sich eine Aufbereitung im Blog anbietet. Es ging im Wesentlichen um das Urheberrecht und rauchende Elefanten.

Ausstellung ‘Animusmus’

Die Ausstellung ‘Animusmus’ drehte sich um die Verbindung von Kunst und Natur. Im Rahmen dieser Ausstellung war dann die oben angesprochene Diskussion, bei der ich die rechtliche Seite beleuchtet habe zu der Frage “Wie kann ‘Nicht-Menschliches’ in die Kulturpraxis einbezogen werden?”.

Hört sich erst mal wenig juristisch an. Aber Kern der Diskussion war ein besonderer Gerichtsfall von 1967. Damals hat die die Tiertrainerin Monika Holzmüller den Fernsehsender WDR verklagte, da der Sender Ausschnitte eines Auftrittes mit dem Elefanten Moni zeigte. Während dieser Vorstellung stellte Holzmüller den Elefanten Moni als ihre Tochter vor und ließ das Tier Fragen beantworten und einfache mathematische Aufgaben lösen indem das Tier das Ergebnis mit einem im Rüssel gehaltenen Hammer auf eine Tischplatte klopfte sowie ließ es Champagner trinken und Zigaretten rauchen. Die Tiertrainerin behauptete, dass der WDR ihr Urheberrecht auf die Schau mit dem dressierten Elefanten verletzt habe.

Der kurios wirkende Fall stellt also die Fragen auf, ob urheberrechtlich geschützte Kunst durch Tiere möglich ist oder ob schützenswerte Darstellungen mit Tieren denkbar sind ...

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