Klopapier: Mehr ist das Zeugnis auch nicht wert…?

…dachte sich der österreichische Wirt und schrieb dem Arbeitnehmer ein Zeugnis. Auf Toilettenpapier.

So berichtet es die Rückschau der von mir ja sehr genau beobachteten österreichischen Arbeiterkammern. Dokumentiert ist auch der Versuch der Zeugniskorrektur:

Nachdem Klopapier nicht anerkannt wurde, hat der Wirt es auf die Küchenrolle geschrieben. Später soll es dann doch noch einen Blatt Papier gegeben haben, im dritten Anlauf.

Überliefert wird nicht, ob der Wirt eine bestimmte Wertigkeit zum Ausdruck bringen wollte, indem er die Schreibutensilien genau auswählte. Das geschieht oft, es werden ja Staatsverträge meist mit Füllern der Marke Mont Blanc unterzeichnet, obwohl es ebenso schöne und noch schönere gibt; mancher Staatsmann lässt die dann sogar mitgehen. Dort ist es die Wahl des Schreibinstruments, die eine besondere Wertigkeit ausdrückt…

In Deutschland kann man auch Zeugnisse auf Klopapier schreiben, wenn man dem Gesetz folgt (§ 109 GewerbeO). Das sieht nur „Schriftform“ vor, was wiederum eine eigenhändige Unterzeichnung bedeutet. Das geht auch auf einem Klopapier (aber nicht mit jedem Stift). Firmenpapier muss man nur nehmen, wenn man überhaupt welches hat (BAG, Urteil vom 03.03.1993 – 5 AZR 182/92) ...

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