Christian Lüdemann (1951-2012)

Am 13. April 2012 haben wir unseren Freund und Kollegen Christian Lüdemann verloren.

Als Doktorand von Karl-Dieter Opp hatte Christian Lüdemann sich bereits der Erforschung von Alltagstheorien des Strafgesetzgebers gewidmet, sich also in einem Kernbereich der kritischen Kriminologie betätigt. Und das blieb auch so – obwohl er sich selbst nie der Zunft der Kriminologen (und schon gar nicht ihrer „kritischen“ Untergliederung) zurechnete: ganz ohne Rücksicht auf Selbst- und Fremdetikettierungen engagierte er sich in Forschungsprojekten zur Entstehung von Strafrechtsnormen und zu informellen Absprachen in Strafverfahren, habilitierte sich (als Hochschulassistent für Methoden und Statistik an der Universität Bremen) mit einer empirischen Arbeit zum Umweltverhalten und blieb dem Ansatz seiner Wahl (rational choice) auch in einem akademischen Ambiente treu, das derlei Präferenz und Rationalität nicht immer so zu goutieren vermochte, wie es Christian Lüdemanns Beiträge zu Theorie und Empirie der Rechts- und Kriminalsoziologie verdienten ...

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