Auch der Verfahrensbeistand kostet Geld!

Der Einsatz eines Verfahrensbestandes wird vom Gericht z.B. in Sorgerechtsverfahren bestimmt. Hier fallen Kosten an, die zwischen den Eltern geteilt werden. Foto: © S.Kobold - Fotolia.com

In Kindschaftsangelegenheiten wird ein Gericht regelmäßig einen Verfahrensbeistand für das Kind einsetzen (§158 Abs. 1 und 2 FamFG). Hier muss jeder beachten, dass auch ein Verfahrensbeistand bezahlt werden will und dies von den Eltern zu tragen ist.

1. Welche Aufgaben hat der Verfahrensbeistand?

Den Aufgabenkreis des Verfahrensbeistand beschreibt §158 Abs. 4 FamFG der wie folgt lautet:

“Der Verfahrensbeistand hat das Interesse des Kindes festzustellen und im gerichtlichen Verfahren zur Geltung zu bringen. Er hat das Kind über Gegenstand, Ablauf und möglichen Ausgang des Verfahrens in geeigneter Weise zu informieren. Soweit nach den Umständen des Einzelfalls ein Erfordernis besteht, kann das Gericht dem Verfahrensbeistand die zusätzliche Aufgabe übertragen, Gespräche mit den Eltern und weiteren Bezugspersonen des Kindes zu führen sowie am Zustandekommen einer einvernehmlichen Regelung über den Verfahrensgegenstand mitzuwirken. Das Gericht hat Art und Umfang der Beauftragung konkret festzulegen und die Beauftragung zu begründen. Der Verfahrensbeistand kann im Interesse des Kindes Rechtsmittel einlegen. Er ist nicht gesetzlicher Vertreter des Kindes.”

Der Verfahrensbeistand wird in Kindschaftssachen eingesetzt. Der Begriff Kindschaftssachen ist in §151 FamFG bestimmt. Darunter fallen u.a. alle Umgangsangelegenheiten, Sorgerechtsangelegenheiten, Vormundschaftssachen, etc. In diesen Fällen wird daher in der Regel ein Verfahrensbeistand eingesetzt.

2. Welche Kosten fallen für die Einsetzung des Verfahrensbeistandes an?

Gemäß §158 Abs. 7 FamFG erhält der Verfahrensbeistand je nach Aufgabe entweder 350 EUR oder 550 EUR ...

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