Zivilcourage oder üble Nachrede?

Gewusst wie ? Wie stattdessen vorgehen, wäre ihr sicher nach dieser Erfahrung nicht unlieb gewesen. Eine Lektion kann man das sicher nennen, was sie mit dem Ausgang der Sache erfahren hat. Aber eine hilfreiche Lektion im Interesse der Sache selbst kann man es wohl kaum nennen. Handlungsleitfaden bekommt man bei Gericht nicht. Manche Verfahren setzen aber Signale. Nicht nur für die Betroffenen. Für die Leser und das Publikum, das heute oder morgen ebenfalls in einer ähnlichen Situation steht: Handeln? Und wenn: Wie? Was konkret tun? Wie wäre es abgelaufen, wenn sie selbst eine Meldung ans Jugendamt gemacht hätte? Was, wäre sie selbst erst mal zu der Familie gegangen? Aus Sicht einer betroffenen Familie, gegen die Vorwürfe solcher Art tatsächlich unberechtigt sein können oder sind: Wie würden Sie als solch eine Familie oder Eltern erwarten, zu Recht erwarten, dass man mit Ihnen umgeht? Wäre Ihnen lieber, jemand klopft mal erst bei Ihnen an, als im sozialen Umfeld Ihrer Kinder oder in Ihrem eigenen sozialen und beruflichen Umfeld? Wie würde man selbst reagieren, wenn man nichts weiss von Getratsche, sondern völlig zu Unrecht plötzlich das Jugendamt in der Türe stehen hat. Anstatt von einer Kindergärtnerin vielleicht oder von jemandem, der diese über Gerede informiert hatte, erst mal angesprochen zu werden?

Stellen wir uns eine kleine Auswahl der möglichen Lebenssituationen mal vor:

Sie selbst hören, sehen es : Kinder werden geschlagen. (Muss ich Ihnen das jetzt wirklich beantworten, WER dann selbst handeln muss? ) Herr/ Frau x schildert ihnen, er/sie selbst habe gesehen, die Kinder werden geschlagen. (WER kann denn dann etwas an Tatsachen bezeugen?) Herr/ Frau x schildert ihnen, er/sie habe von “Dritten” gehört, die gesehen hätten, die Kinder werden geschlagen. (Siehe Nr ...Zum vollständigen Artikel

  • Misshandlungs-Verdacht mit Folgen – Zivilcourage oder üble Nachrede?

    sueddeutsche.de - 10 Leser - Die Mitarbeiterin einer oberbayerischen Gemeindeverwaltung hört von Gewalt in einer Familie, sie geht dem Gerücht nach, schließlich landet der Fall beim Jugendamt - und sie wird wegen übler Nachrede verurteilt. Nun ist das Verfahren neu aufgerollt worden, zu einem klärenden Urteil ist es nicht gekommen.

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