"Nimm Deine dreckigen Sachen und verschwinde, Du Arschloch!"

Diese warmen Worte gegenüber meinem Mandanten sollten wohl eine Kündigung darstellen. Wären sie Inhalt eines Schriftstücks mit der Unterschrift vom Chef gewesen, könnte das wohl sein. Hier waren sie allerdings lediglich im Zusammenhang mit einem cholerischen Anfall gefallen, den man bis Köln hören konnte und dürften daher dem Schriftformerfordernis aus § 623 BGB wohl kaum standhalten. Ein Hausverbot hat der Mann meinem Mandanten konsequenterweise auch noch erteilt.

Da der Chef in der jüngeren Vergangenheit häufiger mal so nett zu meinem Mandanten war, habe ich den Mann also mal angeschrieben und ihm mitgeteilt, dass er es doch bitte mal unterlassen soll, derartige Auswürfe zu tätigen, der letzte Ausbruch eben keine Kündigung war und im Übrigen mein Mandant natürlich seine Arbeitskraft anbietet. Erwartungsgemäß erfolgte hierauf keine Reaktion.

Die kam erst, nachdem ich dann doch mal die Kündigungsschutzklage erhoben hatte. Da gab es dann endlich mal ein Kündigungsschreiben, datiert von vor drei Wochen mit "fristgerechter" Kündigung zum Zeitpunkt eine Woche nach Kündigungsdatum ...

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