BGH: Keine Persönlichkeitsrechtverletzung der Eltern eines getöteten Unfallopfers durch Porträtveröffentlichung

Der BGH (Urt. v. 20.03.2012 - Az.: VI ZR 123/11) hat den Eltern eines getöteten Unfallopfers eine Geldentschädigung wegen Verletzung ihres Allgemeinen Persönlichkeitsrechts durch ungenehmigte Veröffentlichung eines Fotos des Unfallopfers versagt.

Die Kläger waren Erben ihrer bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückten Tochter. Beifahrer des Unfallverursachers war der seinerzeit besonders bekannt gewordene Musiker Max Mutzke, weshalb das Geschehen unter erheblichem Medieninteresse stand.

Die Beklagte, welche die BILD-Zeitung verlegte, hatte die Kläger um ein Foto der Getöteten für die Berichterstattung gebeten. Die Kläger verweigerten jede Angaben und erklärten ausdrücklich, dass sie kein Foto zur Verfügung stellen wollten und mit einer Veröffentlichung eines Fotos ihrer Tochter nicht einverstanden seien.

Die Beklagte erlangte dennoch aus dritter Hand ein Porträtfoto der Getöteten und band dieses in ihre Berichterstattung mit ein ...

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