Als Investor zur ökologischen und sozialen Transformation unserer Wirtschaft beitragen

Im Gespräch: Dr. Gerhard Schick, finanzpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, zu Nachhaltigkeitsfonds Sie haben das Thema "Nachhaltigkeitsfonds" im Bundestag aufgegriffen. Was war der Anlass? Wie ist der Stand der Dinge? Der Finanzmarkt bietet unbestritten zentrale Hebel, um unsere Wirtschaft zu verändern. Das gilt auch für die ökologische und soziale Transformation unserer Wirtschaft oder wenn es darum geht, Missstände zu bekämpfen, welche im Zuge der Globalisierung und stetig wachsender Arbeitsbelastung entstehen. Somit liegt es für uns auf der Hand, dass Nachhaltigkeit im Anlagemarkt ein bedeutsames politisches Instrument sein kann und sein muss. Bereits Anfang 2010 haben wir einen Antrag dazu in den Bundestag eingebracht. Dies geschah aus der Erkenntnis, dass es nicht nur darum gehen kann, die Finanzmärkte mit veränderten Regeln in ihrer alten Struktur und einer stärkeren Aufsicht stabil zu machen. Nach unserer Auffassung geht es auch um die ökologische und soziale Neuausrichtung des gesamten Sektors, denn nur dann werden sich Marktversagen und Krisenfolgen nicht in wenigen Jahren wiederholen. Auch haben wir im Rahmen der Gesetzgebung zum Anlegerschutz versucht, die Hürden für Investitionen in Grüne Geldanlagen zu mindern. Dabei ging es zum einen darum, die Frage im Kundengespräch zu verankern, ob Kunden neben finanziellen auch ökologische, soziale oder ethische Kriterien heranziehen wollen. Zum anderen wollten wir die Emittenten bei den Wertpapierprospekten zu einem Hinweis verpflichten, ob bei der Geldanlage ökologische, soziale oder ethische Kriterien berücksichtigt werden. Wir bedauern, dass sich die schwarz-gelbe Koalition keines unserer Vorhaben zu eigen gemacht hat. Der Gesetzgeber muss es fördern und den Anlegern erleichtern, dass Geld dem Grundsatz der Nachhaltigkeit entsprechend angelegt wird. Das ist gegenwärtig nur sehr eingeschränkt der Fall. Es besteht aus unserer Sicht dringender Handlungsbedarf ...Zum vollständigen Artikel


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