Ist der Fankauf rechtlich doch zulässig? (Neue Ansichten und Umfrage)

Fankauf bei Mysocialclix.de*

Vor knapp einem Jahr habe ich mich mit dem Kauf von Fans und Followern in sozialen Netzwerken beschäftigt. Damals habe ich darin eine wettbewerbsrechtliche Irreführung der Nutzer durch Täuschung über die Fanzahlen gesehen. In der Zwischenzeit habe ich viele Gespräche zu diesem Thema geführt und Argumente gehört, die meine Einstellung verändert haben. Fast.

Wie funktioniert der Fankauf?

Beim Fankauf erwirbt man ein Klickkontingent. Das Ganze läuft z.B. bei Facebook-Fanseiten wie folgt ab:

Bei dem Anbieter registrieren sich Nutzer, die Geld verdienen wollen. Sie “bestellen” bei dem Anbieter 1.000 Fans und bezahlen X Euro. Der Anbieter zeigt seinen Nutzern auf dessen Plattform ihre Fanseite solange, bis 1.000 davon den “Gefällt mir”-Button geklickt haben. Für die Klicks erhalten die Nutzer ein paar Cent und der Anbieter eine Provision. Zusammenfassung bisheriger Beiträge zum Fankauf

Ich habe in dem Beitrag Jubel aus der Portokasse: Ist der Kauf von Facebook-Fans erlaubt? den Fankauf als eine wettbewerbsrechtliche Irreführung eingestuft. Der Knackpunkt war die Wirkung der Fanzahlen auf die Nutzer. Ich war der Ansicht, dass die Nutzerzahlen eine

besondere Fähigkeit mit Kunden umzugehen, weitreichende Vernetzung sowie große Bekanntheit vortäuschen und dies die Nutzer in ihren wirtschaftlichen Entscheidungen beeinflusst.

Daher habe ich den Fankauf mit falschen Angaben zur Anzahl der Kunden eines Unternehmens verglichen. Wer zum Beispiel 1.000 Kunden hat, aber mit 5.000 Kunden wirbt, der begeht einen Wettbewerbsverstoß ...

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