Keine Spur von Etan Patz

Etan Patz 1978, Foto: Stanley K. Patz

Ziemlich spektakulär hatte das FBI in den vergangenen Tagen eine große Suchaktion im Keller eines Mietshauses im New Yorker Stadtteil Manhattan angekündigt. Mit Presslufthämmern, Spitzhacken und Schaufeln waren Mitarbeiter der Bundespolizei angerückt und hatten nach Blutspuren und Kleiderresten des 1979 vermissten, damals 6-jährigen Etan Patz gesucht. Wie spiegel-online mitteilt, ist die Suchaktion wohl erfolglos geblieben. Damit bleibt einer der spektakulärsten Kriminalfälle der jüngeren US-amerikanischen Geschichte auch nach mehr als 30 Jahren unaufgeklärt.

Am 25. Mai 1979 war Etan von zu Hause aus aufgebrochen, um zum Schulbus zu gehen. Es war das erste und tragischerweise auch letzte Mal, dass seine Eltern ihn nach langem Quengeln alleine gehen ließen. Am Schulbus kam das Kind nie an. Sein Vater Stan Patz und seine Mutter Julie hatten damals – unterstützt von der Polizei und großen Teilen der Bevölkerung – Himmel und Erde in Bewegung gesetzt, um das Kind zu finden. Überall in Manhatten wurden Fotos von dem Jungen aufgehängt, zahllose Freiwillige und Polizisten suchten, auch mit Bluthunden und Helikoptern, nach dem Kind. Etans Konterfei wurde auf Milchpackungen aufgedruckt, in fast jedem US-amerikanischen Haushalt war sein Bild zu sehen ...

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