Hatte der Tote zwei Kinder?

Der Ehemann war im Jahr 2010 hochbetagt verstorben. Die 81-jährige Witwe und seine erwachsene Tochter ließen ihn Feuer bestatten.

12 Tage nach dem Tod erschien ein 1969 geborener Mann und behauptete, der Verstorbene sei sein nichtehelicher Vater.

Er leitete ein entsprechendes Vaterschaftsfeststellungsverfahren ein. Das Gericht ordnete die Einholung eines schriftlichen DNA-Gutachtens unter Einbeziehung des Antragstellers, dessen Mutter, der Witwe und der ehelichen Tochter an.

Hiergegen wehrte sich die Tochter. Sie sei nicht bereit, in einem Prozess gegen ihre Mutter als Beweismittel zu dienen. Als Tochter habe sie ein Zeugnisverweigerungsrecht. Deshalb müsse ihr auch das Recht zustehen, eine körperliche Untersuchung zu verweigern, die als Beweismittel in einem Verfahren gegen ihre Mutter verwendet werden solle. Im Übrigen habe die Art des Vorgehens des Antragstellers nach 23 Jahre langer Wartezeit bis kurz nach dem Tod des Putativvaters sehr wohl Einfluss auf die Prüfung der Zumutbarkeit.

Dem schloss sich das OLG München nicht an ...

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