BGH zum Verbot der Diskriminierung wegen des Alters

Das Verbot der Diskriminierung wegen des Alters beschäftigt die Gerichte für Arbeitssachen bekanntlich schon seit längerer Zeit, zuletzt öffentlichkeitswirksam im Zusammenhang mit der nach dem Lebensalter gestaffelten Urlaubsdauer für die Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes (hier im BeckBlog).

Jetzt hat die Altersdiskriminierung auch den BGH erreicht:

Keine Vertragsverlängerung für einen 62-jährigen Geschäftsführer

Der Kläger war medizinischer Geschäftsführer der beklagten Klinikums-GmbH. Sein Fünf-Jahres-Vertrag endete 2009, vereinbart war, dass spätestens 12 Monate vor Vertragsablauf über eine Verlängerung verhandelt werden sollte. Die Entscheidung traf auf Seiten der Arbeitgeberin der Aufsichtsrat. Der Vertrag wurde nicht verlängert und stattdessen ein 41-jähriger Mitbewerber zum neuen Geschäftsführer bestellt. In einem Presseinterview erläuterte der Aufsichtsratsvorsitzende: Der Kläger sei wegen seines Alters nicht weiterbeschäftigt worden. Man habe wegen des "Umbruchs auf dem Gesundheitsmarkt" einen Bewerber gewählt, der das Unternehmen "langfristig in den Wind stellen" könne.

Der Kläger sieht sich wegen seines Alters diskriminiert und verlangt Ersatz seines materiellen und immateriellen Schadens ...

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