Wer ist der Verkäufer?

Der Verbraucher hat bei dem Kauf einer neuen Sache grundsätzlich zwei Jahre Gewährleistungansprüche. In den ersten sechs Monaten muss er nichtmals beweisen, dass der Mangel schon bei dem sog. Gefahrenübergang vorgelegen hat. Diese Ausgestaltung gibt dem Verbraucher gegenüber dem Verkäufer eine doch recht beachtliche Stärke. Schwierig wird es allerdings, wenn der Verkäufer abstreitet, Verkäufer zu sein. Das tut ein großer Mobilfunkanbieter, nennen wir ihn E, derzeit.

Dabei hatte alles ganz friedlich im Jahr 2010 in einer Filiale vor Ort angefangen. Da unterzeichnete die Kundin ganz klassisch auf Papier einen Vertrag. Auf dem Papier waren die üblichen Angaben nach § 37a HGB; so auch der Name des Anbieters. Der Tarif der Wahl hieß “XY mit Handy”. Während die Kundin monatlich ein erhöhtes Grundentgelt zu zahlen hatte, sollte ihr hingegen das Handy für nur einen Euro überlassen werden.

Nun hätte die Kundin glücklich bis an das Vertragsende telefonieren können. Wenn da nicht nach einem Vierteljahr der erste Defekt am Handy aufgetreten wäre ...

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