Wenn ein Schaf Amok läuft

Wenn sich schwarze Schafe sprichwörtlich wie solche benehmen, sollen geschädigte Menschen nicht leer ausgehen. Wie das Oberlandesgericht (OLG) München in einem am Donnerstag, 19.04.2012, schriftlich veröffentlichten Urteil entschied, kann ein Schaf-Halter selbst dann zur Haftung herangezogen werden, wenn nicht feststeht, dass ausgerechnet sein schwarzes Schaf einen Menschen verletzt hat (AZ: 14 U 2687/11).

Im Streitfall weideten insgesamt acht Schafe auf einer elektrisch umzäunten Wiese im Allgäu, darunter drei schwarze Schafe, die allerdings zwei verschiedenen Haltern gehörten. Eines der schwarzen Schafe büxte aus und rempelte einen Passanten derart heftig von hinten an, dass dieser stürzte. Danach flüchtete das Tier zurück in die Anonymität der Schafgruppe, so dass der Passant später nicht sagen konnte, welches schwarze Schaf nun das schwarze Schaf war.

Für die Behandlung der schweren Verletzungen des Mannes hat seine Krankenkasse bereits über 13.000,00 € ausgegeben – und sie fürchtet weitere Folgekosten auf sich zukommen. Von einem der Halter forderte die Kasse dieses Geld nun zurück ...

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