Kündigung wegen „Stalking“

BAG, Urteil vom 19.04.2012, 2 AZR 258/11

„Stalker“ sind unangenehme Zeitgenossen. Sie Verfolgen oder Belästigen andere Personen derart, dass deren Gesundheit gefährdet ist. Stalker sind vielerorts anzutreffen, so auch in Betrieben. Kürzlich hatte sich das BAG mit einem Landesbeschäftigten zu befassen, durch den sich eine weibliche Kollegin belästigt fühlte. Schon im Jahr 2007 wurde dem männlichen Arbeitnehmer vom Arbeitgeber schriftlich deutlich gemacht, dass eine umittelbare Kontaktaufnahme der Mitarbeiterin „auf jeden Fall zur Vermeidung arbeitsrechtlicher Konsequenzen zu unterbleiben“ habe. Zwei Jahre später beschwerte sich eine andere in der Behörde tätige Leiharbeitnehmerin ebenfalls über den Mitarbeiter und gab an, sich in unerträglicher Art und Weise belästigt und bedrängt zu fühlen, indem er ihr zahlreiche eMails geschickt, sie ohne dienstlichen Anlass in ihrem Büro angerufen oder dort aufgesucht und sich wiederholt und zunehmend aufdringlich in ihr Privatleben eingemischt zu haben ...

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