Zulässigkeit von Exklusivitäsvereinbarungen bei Spielervermittlern

I. Der Sachverhalt

In einem Urteil des OLG Hamm (12 U 124/09) ging es um die Vertragsverlängerung des Fussballspielers X. Dieser wollte monatlich 30.000 Euro verdienen. Kurz vor dem Vertragsabschluss kündigte er seiner Berateragentur A um letztendlich, vertreten durch eine neue Agentur B einen 3-Jahres Vertrag zu unterschreiben.

Das Problem: X hatte einen Vertrag mit Agentur A abgeschlossen, nach welchem die Agentur den Spieler „in allen seine Tätigkeit als Berufsfußballspieler betreffenden Angelegenheiten, insbesondere beim Abschluss von Transfer- und Arbeitsverträgen beraten sollte, wobei die im Zusammenhang mit Vereinswechseln und Vertragsverlängerungen übliche Vergütung von dem jeweiligen Verein gezahlt werden sollte.“ Außerdem könne sich der Spieler nur “ausschließlich” von der Agentur A “beraten und unterstützen” lassen. Die Kündigung sei innerhalb der Vertragsdauer sowohl für den Spieler als auch für die Klägerin “bis spätestens zum dritten Werktag eines Kalendermonats für den Ablauf des übernächsten Monats zulässig”.

Agentur A warf dem Spieler vorsätzlichen Vertragsbruch vor und verlangte 107.100 Euro wegen entgangenen Provisionszahlung. Eine vom Verein zu zahlende Provision in dieser Größenordnung sei nach den in der Fußballbundesliga herrschenden Gepflogenheiten bei der Qualifikation und dem Gehalt des Spielers üblich.

II. Das Urteil

Das Gericht erklärte den Exklusivvertrag für unwirksam:

„Der als Pflichtverletzung in Betracht kommende Verstoß gegen die vertragliche Regelung, nach welcher der Spieler beim Abschluss und der Verlängerung von Arbeitsverträgen ausschließlich die Dienste der mit den entsprechenden Verhandlungen zu bevollmächtigenden Klägerin in Anspruch nehmen sollte, löst Schadensersatzverpflichtungen deshalb nicht aus, weil diese Exklusivitätsvereinbarung gem. § 297 Nr. 4 SGB III i.V.m. § 134 BGB nicht wirksam ist ...

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