Piraten, Playmobil, Sixt und die Grenzen des politischen Marketings

Gerwald Claus-Brunner ist von Sixt ungefragt für Werbezwecke eingesetzt worden.

Auch für politisches Marketing gelten dieselben rechtlichen Regeln wie für reguläre Werbung. Aktuell werden zwei Fälle heiß diskutiert. Im ersten Fall geht es um den Berliner Piraten-Abgeordneten Gerwald Claus-Brunner. Er wurde von Sixt ungefragt für eine Werbekampagne eingesetzt und ist darüber nicht glücklich. Im zweiten Fall stehen die Playmobilfiguren im Mittelpunkt, die im Zusammenhang mit den Piraten verwendet werden. Hier ist der Playmobil-Hersteller nicht zufrieden.

Sixt-Werbung ist als Meinungsäußerung zulässig

Die Sixt-Werbung mit Prominenten (wozu auch Politiker zählen) hat eine lange Tradition und ist unter bestimmten Voraussetzungen zulässig:

Die Werbung Stellung zu einem Ereignis vom öffentlichen Interesse bezieht Hier geht es um den rasanten Aufschwung der Piraten und die Zweifel an deren inhaltlicher Ausrichtung. Der Prominente muss im Mittelpunkt der Ereignisse stehen Claus-Brunner gehört zu den bekanntesten und plakativsten Piraten-Vertretern. Es darf nicht der Eindruck erweckt werden, der Prominente identifiziere sich mit dem Produkt Das ist hier nicht der Fall. Ansonsten würde man den wirtschaftlichen Wert des Prominenten “ausbeuten”. Der Prominente darf auch nicht herabgewürdigt oder verleumdet werden Politiker müssen sich mehr gefallen lassen, als “normale Menschen.” Claus-Brunner ist bereits durch sein Äußeres unkonventionell. Dieses Image hebt ihn aus der Masse gewöhnlicher Politiker hervor. Er muss sich damit jedoch auch gefallen lassen, dass die Stellungnahme von Sixt dieses Image spielerisch auf die Schippe nimmt. Claus-Brunner bemängelt ebenfalls, dass ein Davidstern, den er sonst mit im Zusammenhang mit dem Palästinensertuch als Statement für den Frieden trägt, nicht auf dem Bild zu sehen ist ...Zum vollständigen Artikel


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