Ein Samenraub der besonderen Art – Jetzt sind die Ärzte Zahlväter

Sperma in Petrischale, Foto: Jchoi30

Spätestens seit Boris Beckers Besenkammeraffäre mit dem russischen Model Angela Ermakowa vor fast 12 Jahren weiß die ganze Welt (oder jedenfalls ein beachtlicher Teil der Menschheit), dass Männer darauf achten sollten, wo sie ihr Sperma deponieren. Ansonsten kann´s teuer werden, weil auch unfreiwillig gezeugte Kinder Unterhaltsansprüche anmelden können. Und die Verletzung der Unterhaltspflicht kann jedenfalls in Deutschland eine Straftat sein (vgl. § 170 StGB).

Besondere Probleme ergeben sich bei Fällen des Samenraubes, der – wie ein bei n-tv.de berichtet wird – nicht nur auf oralem Weg erfolgen kann. Vorliegend hatte nämlich ein 40-jähriger Mann aus Hattingen im Jahr 2004 sein Sperma einfrieren lassen und in einer Frauenarztpraxis deponiert. Es wurde ein Lagervertrag für die Dauer eines Jahres abgeschlossen. Warum der Mann, der damals mit der späteren Kindesmutter liiert war, sein Sperma deponiert hatte, wird in der Berichterstattung nicht erwähnt und ist auch nicht ohne weiteres ersichtlich, weil der Mann später vor Gericht angegeben haben soll, er hätte nie einen Kinderwunsch gehabt. Jedenfalls hat sich seine damalige Partnerin deutlich später, nämlich im Jahr 2007, mit dem Sperma künstlich befruchten lassen, ohne das der unfreiwillige spätere Kindesvater hiervon wusste. Er sei zu diesem Zeitpunkt von der Frau praktisch schon getrennt gewesen, hat er vor Gericht bekundet ...

Zum vollständigen Artikel

  • Fall von "Samenraub": Ärzte müssen Unterhalt zahlen

    n-tv.de - 1 Leser - Zwei Dortmunder Frauenärzte nutzen für eine künstliche Befruchtung eingefrorenes Sperma, das seit Jahren hätte vernichtet sein müssen. Der Spender sieht sich von seiner ehemaligen Lebensgefährtin "hintergangen" und verweigert die Unterhaltszahlung für "seine" Zwillinge. Das Gericht folgt der Argumentation und verurteilt die Ärzte zur Unterhaltsz...

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK