Die Societas Europaea (SE)-Eine mögliche Alternative?

Seit der Einführung der Societats Europaea (SE) mit Beginn des Jahres 2005 ist das neue Modell einer europäischen Aktiengesellschaft noch eher zurückhaltend angenommen worden. Bis heute hat die Gesamtzahl der in den Staaten des Europäischen Wirtschaftsraum bestehenden SEs die 1000er-Marke noch nicht überschritten. Allerdings machte sich vor allem in Deutschland in letzter Zeit ein leichter Trend in Richtung SE bemerkbar. Nicht nur für große und/oder international ausgerichtete Unternehmen, kann die SE eine überlegenswerte Alternative darstellen.

Gründungsvoraussetzungen:

Die Gründung einer SE erfordert einen nicht zu vernachlässigenden Aufwand. Zunächst ist ein Mindestkapital von 120.000EUR erforderlich.

Weiter kann die Gründung einer SE nur in 4 vorgesehenen Fällen erfolgen, nämlich durch Verschmelzung, Gründung einer SE-Holding als Dachgesellschaft zweier Gesellschaften, Gründung einer Tochter-SE, sowie durch Umwandlung einer nach dem Recht eines EU-Mitgliedstaates gegründeten Gesellschaft, die mindestens in einem anderen Mitgliedstaat eine Tochtergesellschaft unterhält.

Allen Gründungsformen gemein ist das Prinzip der Mehrstaatlichkeit, d.h. um eine SE zu gründen, müssen vorher immer schon bereits 2 Aktiengesellschaften in verschiedenenLändern des Europäischen Wirtschaftsraumes bestehen. Sind diese Voraussetzung nicht gegeben und der Wunsch nach einer SE besteht dennoch, kann über die Durchführung einesMantelkaufs nachgedacht werden. An Angeboten hierfür mangelt es nicht ...

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