Beweis: Wann ist etwas bewiesen?

Wer vor Gericht gewinnen will, braucht Beweise. Doch nach welchen Spielregeln werden sie ausgewertet? Wann ist ein Beweis erfolgreich geführt?

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs reicht für die Überzeugung des Gerichts eine praktische Gewissheit. Man kann dies frei mit einer Wahrscheinlichkeit zu 90% übersetzen. Der Bundesgerichtshof hebt hervor, dass keine Sicherheit oder an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit erforderlich ist, sondern nur ein für das praktische Leben brauchbarer Grad von Gewissheit, der verbleibenden Zweifeln Schweigen gebietet, ohne sie völlig ausschließen zu müssen (BGH, Urteil vom 19.10.2010, Az. VI ZR 241/09, Rn. 21, zitiert nach juris).

Nach § 286 Abs. 1 ZPO ist es Sache des Gerichts, nach freier Überzeugung zu entscheiden, ob es eine Tatsachenbehauptung für wahr oder unwahr erachtet ...

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