Im Strafrecht und im richtigen Leben: Frauen sind anders und Männer auch

JVA Stuttgart-Stammheim, Foto: Mussklprozz

Wie ein Blick in die Statistiken des Statistischen Bundesamt in Bonn zeigt, saßen im Jahr 2011 insgesamt 60.067 Menschen in Deutschland in Straf- und Sicherungshaft. Nur zirka 3.300 davon waren weiblich, so dass der Frauenanteil insgesamt bei etwa 5 Prozent lag. In Sicherungsverwahrung befanden sich im Jahr 2011 fast ausschließlich Männer: Der Frauenanteil lag dort nur bei einem halben Prozentpunkt.

Dies spiegelt deutlich die zumindest statistisch geringere Straffälligkeit von Frauen im Vergleich zu Männern wieder. Interessant ist auch, welche prägnanten Unterschiede bei den verwirklichten Deliktstypen es zwischen den Geschlechtern gibt.

So gibt es Straftaten, die statistisch gesehen nur ganz vereinzelt von Frauen verübt werden, wie etwa Raubmord, Geiselnahme mit Tötung des Opfers oder sexuell motivierte Tötungen. Bei sexuellem Missbrauch von Kindern haben Frauen meist keine sexuell gesteuerten Gründe, an der Tat teilzunehmen. Auch Amokläufe mit wahlloser Tötung passen anscheinend nicht zum weiblichen Geschlecht.

Die Psychologin Elisabeth Müller-Luckmann berichtet in einem Beitrag in der Schriftreihe „Kriminologie und Praxis“ der Kriminologischen Zentralstelle e.V., dass bei Frauen Taten häufig durch Ereignisse oder Relikte sehr früher Lebensphasen ihren Ursprung nehmen ...

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