10 Stunden eher zu Hause, aber ein Urlaubstag futsch

Heymanns Strafrecht Online Blog

Wer hat das nicht schon erlebt? Man ist im Urlaub, hat die Rückflugdaten und sich darauf eingerichtet. Und dann fällt der Fluggesellschaft ein, dass man auch eher fliegen könnte. Man ist dann zwar eher zu Hause, aber häufig ist ein Urlaubstag futsch. Vor allem bei Kurzreisen. So in dem dem BGH, Urt. v. 07. 04.2012 – X ZR 76/11 – zugrunde liegenden Sachverhalt, über das der BGH heute mit der PM 42/12 berichtet hat. In der PM heißt es dazu und zur BGH-Entscheidung:

“Die Klägerin verlangt aus eigenem und abgetretenem Recht ihres Lebensgefährten die Rückzahlung eines gezahlten Reisepreises und Schadensersatz.

Der Lebensgefährte der Klägerin buchte im Februar 2009 für sich und die Klägerin bei der Beklagten eine einwöchige Pauschalreise in die Türkei zum Preis von 369 € pro Person mit einem Rückflug am 1. Juni 2009 um 16.40 Uhr. In ihren in den Vertrag einbezogenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen behielt sich die Beklagte die kurzfristige Änderung der Flugzeiten und Streckenführung vor, soweit dadurch der Gesamtzuschnitt der Reise nicht beeinträchtigt wird, und wurde die Abtretung von Ansprüchen gegen die Beklagte, die auf Leistungsstörungen beruhen, ausgeschlossen. Der Rückflug wurde am Vortag auf 5.15 Uhr des 1. Juni 2009 vorverlegt, wozu die Reisenden um 1.25 Uhr am Hotel abgeholt werden sollten. Die Klägerin und ihr Lebensgefährte bemühten sich um einen anderen Rückflug, den sie an dem vorgesehenen Rückflugtag um 14.00 Uhr antraten und selbst bezahlten. Der Lebensgefährte der Klägerin trat ihr seine Ansprüche ab. Nach Geltendmachung von Reisemängeln zahlte die Beklagte an die Klägerin 42,16 € ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK