Kein kalter Kaffee - oder: die USA ist doch weit weg!

Das Landgericht München hat mit Urteil vom 10. November 2011 entschieden (Az.: 30 S 3668/11), dass ein Kunde ein Drive-In-Schnellrestaurant nicht für ein Verbrühen haftbar machen kann, wenn er einen Becher mit heißem Kaffee zwischen seine Oberschenkel stellt, der von dem Personal des Restaurants möglicherweise nicht richtig verschlossen wurde. Eine Frau befand sich zusammen mit ihrem Freund in dessen Auto auf dem Weg zur Schule, als das Pärchen auf die Idee kam, noch schnell im Drive-In-Bereich eines Schnellrestaurants zwei Becher Kaffee zu kaufen. Als ihr Freund den ersten Becher in Empfang genommen hatte, übergab er ihn der auf dem Beifahrersitz sitzenden Klägerin. Diese stellte den Becher zwischen ihren Oberschenkeln ab, um ihrem Freund auch den zweiten Becher abnehmen zu können. Doch dabei ergoss sich der brühend heiße Inhalt des ersten Bechers auf einen der Oberschenkel der Klägerin. Dabei erlitt sie Verbrennungen zweiten Grades. Im Nachgang verklagte die Frau den Betreiber des Schnellrestaurants auf Schadenersatz- und Schmerzensgeld. Sie begründete die Klage damit, dass es zu dem Zwischenfall nur gekommen sei, weil das Personal den Deckel nicht ordnungsgemäß auf den Becher gedrückt habe ...Zum vollständigen Artikel


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