Infoportal “itk-beschaffung.de” erwe

Die Verpflichtung zur produktneutralen Ausschreibung ergibt sich aus dem europarechtlichen Diskriminierungsverbot gemäß dem Rahmenwerk der Direktive 93/36/EWG des Rates vom 14.06.1993, entsprechend in § 7 VOL/A, und soll gewährleisten, dass nicht schon durch diskriminierende Formulierungen in der Ausschreibung bestimmte Hersteller oder Lieferanten aus dem Kreis der potentiellen Bieter ausgeschlossen werden. Soweit die Theorie. In keinem Bereich ist deren praktische Umsetzung aber so schwierig wie bei der Beschaffung von Informations- und Kommunikationstechnologien (ITK). Daher wurde bereits 2008 unter Federführung des Beschaffungsamtes des BMI und des Branchenverbands BITKOM mit dem Infoportal “itk-beschaffung.de” erstmals eine konkrete Hilfestellung für Beschaffer in Form von gemeinsam erarbeiteten Leitfäden gegeben. Nun wurde dieses Angebot ausgebaut.

Einzigartige Kooperation

Kernbestandteil des Portals sind die kostenlos bereitgestellten Leitfäden zur Beschaffung von ITK. Die wohl beispiellose Besonderheit: Diese wurden gemeinsam von Vertretern der öffentlichen Hand – beteiligt neben dem Beschaffungsamt des BMI u.a. das Umweltbundesamt (UBA), die Bundesagentur für Arbeit, das IT-Amt der Bundeswehr und die Deutsche Bundesbank – und der Anbieterseite entwickelt. Von wenigen Ausnahmen abgesehen stellen dabei herstellerneutrale Benchmarks das Mittel der Wahl zu einer produktneutralen Ausschreibung von ITK dar: Eine eigens hierfür entwickelte, herstellerneutrale Software (Benchmarksoftware) misst und bewertet dabei die Leistungsfähigkeit des Systems unter realen Einsatzszenarien und macht diese so vergleichbar ...

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