3 Minutes…..bzzzzzzzzz… Micro.Off

Die neue Geschäftsordnung des Bundestages soll es offensichtlich dem Bundestagspräsidenten besonders schwer machen, Vertreter abweichender Meinungen überhaupt zu Wort kommen zu lassen. Das ihm auferlegte Procedere ist kompliziert, soll aber verhindern, dass Norbert Lammert (oder ein anderer Nachfolger seiner Funktion) wiederholen kann, was er bei der Abstimmung über die Euro-Rettung gestattete: Er hatte die Abgeordneten Klaus-Peter Willsch (CDU) und Frank Schäffler (FDP) reden lassen, die von ihrer Fraktion abweichende Meinungen vertraten.

Lammerts Anliegen dabei war, so einen Spiegel der kontroverse öffentliche Debatte auch im Parlament zu ermöglichen. Die Fraktionschefs hatten protestiert, der Ältestenrat erteilte Lammert eine Rüge. Nun soll die Änderung der Geschäftsordnung den Bundestagspräsidenten nachhaltig disziplinieren. So berichtet es die SZ.

Unter dem Etikett der Straffung der sonst angeblich ausufernden Redezeiten.

Wenn Sie bei Kongressen von Medizinern eingeladen sind, einen Vortrag zu halten, kann es passieren, dass Sie dafür nur 5 Minuten Redezeit haben. Das kann schon üppig sein. Sogar nur 3 Minuten sind keineswegs selten, nicht nur bei sog. Postervorträgen. Wenn das Sessions sind, in denen im Wesentlichen Studienergebnisse vorgestellt werden, ist das auch durchaus genug. (Schaffen aber trotzdem nicht alle, die solche vortragen). Ich habe selbst Redezeiten für meine juristischen Vorträge bei medizinischen Kongressen und Symposien gehalten mit Zeitvorgaben von 3 Minuten bei Postervorträgen. Oder eben bis zu 1 Stunde bei anderen. Dazwischen beliebige zeitliche Vorgaben je nach Veranstaltung. Ich habe sie nie überzogen. Ich kann Themen in 3 Minuten pointieren. 10 Minuten. Oder 1 knackige Stunde abliefern.

[Schreiben Sie es meinetwegen Eigenschaften zu, die man meinem Sternzeichen nachsagt, ... ...

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