887.000 Meilen über dem Meer und More

Nah dran. An der Million. Für seine Meilen zog er vor Gericht. Der Hamburger Professor Tobias Eggendorfer. Und das Landgericht Köln gab ihm Recht. Im Laufe der Jahre hatte er 887.000 Meilen angehäufelt. Dann kam die Änderung der Bedingungen für Freiflüge. Die er nicht akzeptieren wollte. Und so liess er sich gerichtlich deren Unwirksamkeit bestätigen. Denn ein Zeitraum von vier Wochen zwischen Ankündigung und Inkrafttreten der Änderung seien zu kurz, um Vielfliegern die Gelegenheit zu geben, ihre Meilen noch zu den alten Bedingungen einzulösen.

Man lege sich niemals mit einem Vielflieger an. Nicht nur, weil Meilen auch eine Frage von Status und Privileg und Priority bedeuten. Was die einen freut, die anderen giftig werden lassen kann, bei Check-In am Airport wie im Hotel und andernorts.

Bein, man lege sich nicht mit Vielfliegern an, wenn es um seine oder ihre Ansprüche auf seine Meilen und aus seinen Meilen geht. Spiessig sieht ja mancher das Sammeln von Bonuspunkten an. Meilen sind nichts anderes. Spiessige Wiederkehr der Rabattmarken in anderer Form.

Ich versuche mir gerade vorzustellen, was los gewesen wäre, hätte man Hausfrauen in den 60er/70er Jahren kurzerhand erklärt, etwaige 887.000 angehäufelte und in die berühmten Rabattmarkenheftchen geklebten Rabattmarken wären flugs verfallen. Bevor sie diese auch alle noch hätten zeitlich einlösen können…. Für die seinerzeit jeweils gefüllten Hefte wurde immerhin ein Betrag in bar ausbezahlt – anders als bei den Vielfliegermeilen, die in Flüge oder Produkte eingetauscht werden können. Wie auch bei den meisten anderen Bonuspunktsysteme, die als Kundenbindungsmaßnahmen auf dem Markt sind, bei denen es in der Regel nur die Einlösung der Sammelpunkte in Sachwerte gibt. Abgesehen von den teils wiederbelebten selbstklebenden Herzchen & Co. bestimmter Lebensmittelketten, die bestimmte Produkte zu “vergünstigten” Preisen erwerben lassen ...

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