Gemordet, zerstückelt, verschwinden gelassen – Gott hat mich nie verlassen

Videla 1979, Foto: Archivo Gráfico de Clarín (Argentina)

Die Älteren unter Ihnen werden sich vielleicht noch an General Jorge Videla erinnern, der 1976 mit einem Militärputsch die Macht in Argentinien übernahm und das Land danach 7 Jahre lang mit einer Faust regierte. 1985 wurde er wegen ihm angelasteter Greueltaten zu lebenslanger Haft verurteilt, 5 Jahre später aber durch ein Amnestiegesetz begnadigt. Nachdem das Amnestiegesetz fast 20 Jähre später für verfassungswidrig erklärt wurde, kam es zu einem neuen Verfahren gegen den inzwischen 85-Jährigen, welches im Dezember 2010 zu einer erneuten Verurteilung zu lebenslanger Freiheitsstrafe wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit führte. Diese Strafe sitzt der greise Ex-Diktator seitdem ab. Der erneute Weg in die Freiheit wird ihm voraussichtlich versperrt bleiben.

Jetzt hat Videla sich, wie focus.de unter Berufung auf die argentinische Zeitung “Clarin” berichtet, in einem Buch gegenüber dem Autor Ceferino Reato in neun langen Gefängnis-Interviews zu seinen damaligen Taten sehr offen geäußert und anscheinend wenig Reue erkennen lassen. Während der bis 1983 währenden Militärherrschaft seien planmäßig bis zu 8.000 Menschen getötet worden, gibt Videla dem Bericht zufolge in dem Buch mit dem Titel “Disposicion final” zu. “Wir mussten eine große Anzahl von Menschen beseitigen”, wird der Mann zitiert ...

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