Rezension Zivilrecht: Merkantiler Minderwert

Zeisberger / Woyte / Schmidt / Mennicken, Der merkantile Minderwert in der Praxis, Berechnung nach der Marktrelevanz- und Faktorenmethode, 1. Auflage, Anwaltverlag 2012 Von RA Sebastian Gutt, Helmstedt Nicht nur, dass das Verkehrsrecht wohl eines der umfangreichsten Rechtsgebiete ist, es erfordert in der Praxis von den Juristen auch einen soliden Kenntnisstand in technischen Detailfragen. Die Auswertung unfallrekonstruierender Sachverständigengutachten und das Verständnis der Funktionsweisen von Messgeräten im Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren sind nur einige wenige Beispiele. Beschäftigt man sich mit den Regulierungen von Verkehrsunfällen, erkennt man relativ schnell, dass um eine Schadensposition relativ häufig zwischen Rechtsanwälten und Versicherern gestritten wird: den merkantilen Minderwert. Kalkuliert der von dem Geschädigten beauftragte freie Sachverständige einen merkantilen Minderwert, passiert es nicht selten, dass die Versicherer Prüfungsberichte vorlegen, in denen von einem anderen (geringeren) Minderwert ausgegangen wird. Der Jurist muss sich nun fragen, welcher Minderwert der „richtige“ ist. Wann fällt der Minderwert überhaupt an und wie wird er berechnet? Bekannt ist zudem, dass es verschiedenste Möglichkeiten gibt, den merkantilen Minderwert zu berechnen. Das vorliegende Werk will an diese und weitere Fragen anknüpfen und dem Juristen, aber auch Sachverständigen und Mitarbeitern der Versicherungswirtschaft Antworten und einen Leitfaden liefern. Vom Grundsatz her ist es schon nahezu beeindruckend, dass man diesem Teilaspekt der Verkehrsunfallregulierung ein gesamtes Buch widmen kann. Bei näherer Betrachtung wird jedoch schnell klar, die mittlerweile zahlreich ergangene Rechtsprechung zu diesem Themenkomplex (z.B. Minderwert bei einem Auto mit einer Laufleistung von über 200.000 km, oder „5-Jahres- und 100 ...Zum vollständigen Artikel


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