Kundenanlage und geschlossenes Verteilernetz – Probleme aus der Praxis: TEIL 3 einer Serie

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Mit der Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) im August 2011 sind die Betreiber geschlossener Verteilernetze (ehemals Objektnetzbetreiber) in den Fokus der Regulierung gerückt. Kundenanlagen (regulierungsfrei) wurden erstmalig gesetzlich definiert.

Dieser Beitrag ist der dritte Teil der Reihe „Kundenanlagen und geschlossene Verteilernetze – Probleme aus der Praxis“ und beschäftigt sich mit den Folgen einer Einordnung als Kundenanlage im Sinne des § 3 Nr. 24a/b EnWG.

Das Gesetz unterscheidet zwischen der „klassischen“ Kundenanlage (§ 3 Nr. 24a EnWG) und der Kundenanlage zur betrieblichen Eigenversorgung (§ 3 Nr. 24b EnWG). Beiden Varianten ist gemein, dass ihre Betreiber nicht an den netzseitigen Pflichtenkatalog des EnWG gebunden sind. Daher sind insbesondere die Regeln zur buchhalterischen und informatorischen Entflechtung, aber auch die Abwicklung der Belieferung von Letztverbrauchern mit den entsprechenden Festlegungen der Bundesnetzagentur (BNetzA) nicht anwendbar.

Da jedoch der Eigentümer einer Kundenanlage – vergleichbar mit dem Vermieter eines Mietshauses – jede Durchleitung von Strom oder Gas kostenlos gewähren muss, hat der Gesetzgeber für die energiewirtschaftsrechtliche Abwicklung dieser Belieferung den vorgelagerten Netzbetreiber der allgemeinen Versorgung in die Pflicht genommen. So ist dieser gemäß § 20 Abs. 1d EnWG verpflichtet, die hierfür erforderlichen Zählpunkte zu stellen. Bei der Belieferung von Letztverbrauchern durch Dritte werden erforderlichenfalls die Zählwerte über Unterzähler verrechnet. Die BNetzA stellte in ihrem Beschluss vom 7.11 ...

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