Grass's Gedicht, Versuch einer Interpretation

Was gesagt werden muss von Günther Grass Der Autor, immerhin ein Literatur-Nobelpreisträger, gibt in einem Textbeitrag seine Meinung zu einem wichtigem Teilaspekt der Weltpolitik wieder. Er nennt sein Werk "Gedicht". Dabei drückt er seine Gedanken in neun unregelmäßig großen Absätzen aus und verzichtet dabei auf jegliche Reime und jegliches Versmaß. Auch die Wortwahl kann keineswegs lyrisch genannt werden, sondern entstammt eher der Umgangssprache. Den Verfasser dieser Kritik erinnert das Werk daher eher an ein Protokoll eines Selbstgespräches. Bereits der erste Absatz des so genannten Gedichts, versetzt den Leser in Erstaunen. Der Autor rechtfertigt sich für sein Schweigen, ohne darzulegen, weshalb er zum Reden verpflichtet wäre. Er kann nicht länger verschweigen, was offensichtlich sei. Dieses Paradoxon kommt einer Beleidigung seiner Leser gleich. Denn er verfügt keineswegs über Herrschaftswissen sondern ist lediglich in der Lage aus allgemein verfügbaren Fakten und vermutungen die richtigen Schlüsse zu ziehen; warum dieses der Autor der übrigen Menscheit nicht zutraut, verschweigt er allerdings. Immerhin, es geht um den Weltfrieden und seine Bedrohung durch Israel. Die Bedrohung Israels durch ein angebliches Atomprogramm des Iran, wird hingegen verharmlost. Das iranische Volk wird ja nur durch einen Maulhelden unterjocht. Ohne ihn, diesen "Maulhelden" würde demnach die Bedrohung entfallen, ob ich das glauben kann? Im dritten und vierten Absatz beschäftigt sich der Autor mit der Frage, was passieren könnte, wenn er Ross und Reiter nennen würde und nimmt dabei die auf ihn nun einprasselnde Kritik zutreffend vorweg. Nur, um schließlich im 5. Absatz Israel doch beim Namen zu nennen. Er kritisiert die Lieferung eines U-Bootes, welches als Abschussvorrichtung von Atomraketen dienen könnte durch Deutschland ...Zum vollständigen Artikel

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