Wenn man selbst die Belege nicht vorlegt, wirds mutwillig

Die in Ausbildung befindliche Tochter verlangt vorgerichtlich Unterhalt von ihrem Vater.

Der zahlt fortlaufend den geforderten Betrag.

Die Tochter verlangt Titulierung per Jugendamtsurkunde.

Der Vater verlangt zuvor Auskunft über die Ausbildungsvergütung und Vorlage entsprechender Belege.

Die Tochter erteilt die Auskunft, legt aber Belge nicht vor.

Nunmehr begehrt die Tochter VKH für einen leistungsantrag gegen ihren Vater.

Wegen Mutwilligkeit abgeblitzt

Vorliegend besteht jedoch die Besonderheit, dass der Antragsgegner vorgerichtlich von dem ihm gem. § 1605 I 2 BGB zustehenden Recht zur Belegvorlage Gebrauch gemacht und die Antragstellerin mit Schreiben vom 27.7.2011 vergeblich zur Vorlage ihres Ausbildungsvertrages zum Nachweis der Höhe ihrer Einkünfte aufgefordert hat. Unter diesen Umständen erscheint die Aufforderung der Antragstellerin zur Errichtung einer Jugendamtsurkunde nicht ausreichend, um dem Antragsgegner einen kostengünstigeren Weg zur Titulierung des Kindesunterhalts zu ermöglichen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass eine Verpflichtung des Unterhaltsschuldners zur Titulierung der Unterhaltsschuld nur in Höhe des tatsächlich geschuldeten Kindesunterhalts besteht ...

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