Olaf Tank: Vorwärtsverteidigung auf Berliner Art für “Das Arschloch der Nation”

Foto: Apnoist wolfram neugebauer

Die Berliner Anwaltskanzlei Dr. Schmitz& Partner geht bei der Verteidigung des Abofallen-Anwalts Olaf Tank weiter in die Offensive. Hatte sie durch den dortigen Sachbearbeiter Rechtsanwalt Andreas Jede zuletzt noch in 2 Blogbeiträgen die Anklageerhebung bzw. die Zulassung der Anklage gegen ihren Mandanten ausdrücklich begrüsst, um in vollem Vertrauen auf die Strafjustiz (wo immer dieses Vertrauen herkommen mag) endlich eine Klärung der ungerechtfertigten Vorwürfe herbeizuführen zu können, so wird nun in einem neuen Beitrag unter der illustren Überschrift “Olaf Tank – Das Arschloch der Nation*“ nachgelegt. Kollege Jede versucht argumentativ nachzuweisen, dass das Verhalten seines Mandanten, der durch “Dummheit/Unaufmerksamkeit/Blindheit der Masse” Geld verdient habe, zwar vielleicht nicht integer, aber jedenfalls nicht rechtswidrig gewesen sei. Dies sei durch zahlreiche zivilrechtliche Urteile und Einstellungsverfügungen von Staatsanwaltschaften bestätigt worden. In die Staatsanwaltschaften Darmstadt und Landshut, die Anklage gegen seinen Mandanten erhoben haben, sei “der Teufel gefahren. Sie handeln übermäßig hart, redundant, behindern die Verteidigung, mobilisieren das Volk.”

Ich will nicht verhehlen, dass ich bisweilen schon ähnliche Gedanken hatte, wenn ich Anklagen gelesen oder staatsanwaltliches Handeln beurteilt habe. Da mir die Anklagen gegen Tank nicht im Wortlaut vorliegen und ich weder Aktenkenntnis noch detaillierte Kenntnis über die Konflikte zwischen StA und Verteidigung habe, will ich zu dieser Einschätzung gar nicht Stellung nehmen. Dafür lohnt es aber, einen näheren Blick auf die übrige Argumentation des Kollegen Jede zu richten.

Beim Thema Abo-Fallen, meint Jede, überkomme die meisten Menschen ein Ungerechtigkeitsgefühl. Das sei soweit nachvollziehbar, aber “nur bei jenem, der aus einem einseitigen und inkonsequenten Blickwinkel betrachtet ...

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