Kalkfrei durch Magnete: Werbung mit umstrittenen gesundheits- oder umweltrelevanten Wirkungen

Hartes Wasser, ein Problem, das es nicht nur in Heidelberg-Kirchheim (dem Sitz meiner Kanzlei) gibt - aber hier jedenfalls sehr ausgeprägt ist (kein Wunder, dass Dieter Bürgy mit seinem Lochfraß aus dem benachbarten Leimen stammte). Gut, wer da eine Möglichkeit hat, das Wasser zu enthärten. Hierzu gibt es viele Methoden - wissenschaftlich anerkannte, aber auch eher zweifelhafte. Die Handelskammer des Landgerichts Stuttgart durfte sich jetzt mit einem Fall beschäftigen, in dem vollmundig für ein elektromagnetisches Wasserbehandlungsgerät geworben wurde. Was da alles in Aussicht gestellt wurde:
"Wasserenthärtung, Kalkschutz, Entkalkung, Kalkumwandler, weniger Energiekosten, wirksamer Schutz gegen Kalkablagerungen und/oder Korrosion in Wasserleitungen und/oder Haushaltsgeräten, Energieeinsparungen durch kalkfreie Heizstäbe in Warmwasseraufbereitern und Haushaltsgeräten, Einsparung von Weichspülern, Wasch- und Spülmittelzusätzen“
eben alles, was sich ein kalkgeplagtes Hausbesitzerherz so wünschen kann. Die Wirkung sollte mithilfe eines elektromagnetischen Feldes erreicht werden. Darin sah ein Wettbewerbsverband eine irreführende Werbung und damit einen Verstoß gegen deutsches Wettbewerbsrecht und mahnte den Anbieter des Entkalkungswunders ab. Problem: wissenschaftlich nicht belegte Behauptung in der Werbung Auch wenn die Hersteller solcher Module - ob elektrisch oder mithilfe einer Magnetmanschette betrieben - gerne solche Behauptungen aufstellen: Als Anbieter dieser Ware, beispielsweise auf der Handelsplattform ebay, steht man selbst dafür gerade. Und: Man muss es auch noch beweisen ...Zum vollständigen Artikel

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