Pelikan – Woran denken SIE dabei?

Spielen Sie mal mit. Sie sind jetzt die Verkehrsauffassung. Ideal wäre, Sie wären Eltern oder Lehrer. Ja, ich weiss, letztere sind keine bei Anwälten sehr gern gesehene Klientel, wobei ich jetzt nicht vertiefen möchte, warum das so ist. Sie vergessen das jetzt mal kurz, damit ich Sie ein bisschen missbrauchen kann. Für meine Zwecke. Für diese macht es nix, dass Sie dazu Lehrer spielen sollen, sondern ist sogar eben nötig. Und so vergesse dazu jetzt auch ich einmal, dass einer der ersten Sätze, die ich als Anwaltsfrischling von meinem älterem Kollegen mit auf den Weg bekam:

“Wir nehmen hier drei Arten von Mandanten ausnahmslos NIE an: Psychologen, Soziologen und Lehrer. Bisher. Sollten Sie davon abweichen, müssen Sie allein mit den Folgen klarkommen können.”

Ich kam nie in die Verlegenheit, diese Entscheidung treffen zu müssen. Mir widerstreben solche Pauschal(ver)urteil(ung)e(n) von Berufsgruppen ja generell. Ausgerechnet ihm selbst unterlief in den 6 Jahren unserer Sozietät und bis ich diese später auflöste nur ein einziges Mal die Unterlassungs”sünde”, nicht vor Annahme des Mandates danach zu fragen, welchen Beruf der Mandant ausübte. Gegen Ende meines 1. Jahres dort. Als er schliesslich doch beiläufig danach fragte, geschah es nach zunehmend etwas diffizilem Kommunikationsablauf zwischen ihm und dem eigenen Mandanten und weil sich zunehmen ein unbehaglicher Verdacht bei ihm verfestigte (wie er mir später schilderte). Die Antwort des Mandanten zu dessen Beruf führte im Anschluss zum Mandantengespräch bei einem Gespräch in meinem Büro zu einem update seiner anfänglichen Regel:

“Wir nehmen hier drei Arten von Mandanten ausnahmslos NIE an: Psychologen, Soziologen und Lehrer ...

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